– Islam

DIE URSPRÜNGE DES ISLAM
Um die gefragten Abweichungen zu finden, müssen wir zurück zu den Wurzeln
des Islams. Die festgestellte Tatsache, dass der Koran die einzige Autorität des
Islams ist, sollte uns daran erinnern, den Koran zu Rate zu ziehen, wann auch
immer von uns verlangt wird, Antworten auf die an uns gestellten Fragen zu
finden. Nehmen wir als Beispiel die Praxis, bei der sich einige muslimische Frauen
verschleiern und den Kontakt mit Männern meiden. Wenn jemand nun wissen
will, ob diese Praxis vom Koran vorgeschrieben wird oder nicht, sollten wir im
Koran nachschlagen und nach einer sorgfältigen Nachforschung mit sicheren
Aussagen schlussfolgern können, dass der Koran solch eine Ermahnung nicht
enthält. In solch einer Situation würden die Traditionalisten die Bücher über den
Islamischen „Katechismus“ und ihre Scheichs zu Rate ziehen, und bei einer
Schlussfolgerung enden, dass die Trennung von Frau und Mann im Koran
vorkomme und eine verbindende Pflicht ist. (Siehe die Kapitel 35, 37 und 38 als
eine Illustration, wie der Islam durch bloße Referenzen des Korans verstanden
wird.)
Nach der Untersuchung dieser Themen sehen wir uns der Frage
gegenübergestellt, ob der Koran eine ausreichende Quelle für die Praxis des Islam
ist. Der Koran ist komplett und selbstgenügsam. Außerdem wird darin
ausdrücklich ausgesagt, dass es die einzige Quelle der Islamischen Religion ist.
Dissidenten meinen, dass der Koran durch Ahadith, die allgemeine
Übereinstimmung und Übereinkunft in Meinung und Entscheid der Gesetzestreuen
und sowie durch die Analogie ergänzt werden muss. Im vorliegenden Buch
werden wir versuchen zu beweisen, dass ausserkoranische Behauptungen nicht
verlässlich sind. Wenn wir beweisen können, dass Ahadith keine hilfreiche Quelle
für die Praxis der Islamischen Religion sein können, werden die anderen
aufgezählten Quellen zwingend an Gültigkeit verlieren.
Der Koran ist gemäß den Traditionalisten nicht selbst-genügsam. Jedoch stellen
die in diesem Abschnitt zitierten Verse einen endgültigen Beweis dar, dass der
Koran in der Tat ausreicht und dass er ein Buch ist, dass alles klarstellt, weil es
alle detaillierten Angaben beinhaltet, die benötigt werden. Zu behaupten, der
Koran reiche nicht aus und dass er ergänzende Quellen gebrauche ist
gleichbedeutend wie gegen die Vorschriften des Korans anzugehen. Wir werden
nicht beim Thema verbleiben, indem nur die obigen Verse als Referenzen
angegeben wurden, sondern demonstrieren von verschiedenen Perspektiven die
begangenen Fehler von jenen, die auf ergänzende Quellen bestehen und zeigen
die Unechtheit der Worte, die dem Propheten zugeschrieben werden, und deren
widersprüchlichen und irrationalen Charakter.

ZWEIFLER DER SELBST-GENÜGSAMKEIT DES KORAN
Jene, die denken, der Koran reiche nicht aus, werden ihre Begründungen darauf
aufbauen, dass sie zu solchen und solchen Sekten oder Orden gehören. Die
Hadith-Gelehrten, die Experten des kanonischen Rechts im Islam und die
Kommentatoren des Koran, werden behaupten, dass sofern eine Person nicht in
den entsprechenden Bereichen studiert hat, der Islam nicht verstanden werden
kann und dass der Koran für die breite Masse nicht zulänglich sei. Wurde die
Religion denn nur für diese Wenigen und nicht für die gesamte Menschheit
offenbart? Gehörte der Prophet einer bestimmten Sekte oder einem Orden an?
Was waren die Sekten oder Orden der vier Kalifen? Werden im Koran
Sektennamen wie Hanafi, Schafi, Schii und Wahabi angesprochen? Bezieht sich
der Koran auf sich selber, wenn er die Formulierung „die einzige Führung“
gebraucht oder erwähnt er auch Bukhary, Muslim und die Zwölf Imame, die
Bücher des Islamischen „Katechismus“ oder den Konsens der gelehrten Leute
einer Gesellschaft? Wir müssen die Verse des Korans untersuchen, und versuchen
Antworten auf diese Fragen zu finden, damit wir sehen können, ob der Koran
ausreicht oder nicht.

16:89 … Und Wir haben dir das alleserklärende Buch
herniedergesandt; eine Führung, eine Barmherzigkeit und eine frohe
Botschaft für die Ergebenen.

Wie aus diesem Vers entnommen werden kann, erklärt der Koran alles und ist die
einzige Führung. Wenn dem so ist, wieso werden also Bukhary, Muslim oder die
Bücher des Islamischen „Katechismus“ benötigt? Wieso sollen wir auf die „Hilfe“
von Sekten wie Hanbali, Schafi, Schii, Dschaferi und Maliki angewiesen sein?
Wenn wir bedenken, dass Gott uns als „Muslime“ (Ergebene) benannt hat,
brauchen wir dann noch solche Bezeichnungen wie Sunnit, Schiit und Schafi und
wird dadurch nicht das Attribut ‚Muslim‘ verfehlt?

DIE ANORDNUNGEN STEHEN GOTT ALLEIN ZU

12:40 … Die Anordnungen (hukm) stehen Gott allein zu; Er hat
befohlen, dass ihr nur ihm dienen sollt: Das ist die richtige Religion,
doch die meisten Menschen wissen nicht.

18:26 … Sie haben keinen Hüter außer Ihm, und Er teilt Seine
Befehlsgewalt mit keinem.

18:27 Und verlies, was dir von dem Buche deines Herrn offenbart
wurde. Da ist keiner, der Seine Worte verändern könnte, und du
wirst außer bei Ihm keine Zuflucht finden.

Gottes Anordnungen/Befehle zu teilen ist ein Akt der Häresie. Urteile, die
aufgrund von Interpretationen der Sekten, dem Konsens der Gelehrten, der
Analogien und den Ahadith herrühren, liegen nicht im Bereich der Befehle Gottes.
Diese mit der Religion gleichzusetzen bedeutet, die legislative Macht anderen als
Gott, der Seine Befehle nicht teilt, zu transferieren. Persönliche Meinungen von
Individuen können nicht die Religion ersetzen; 18:27 stellt ausdrücklich klar, dass
die einzige Zuflucht des Menschen Gott ist. Niemand kann Seine Worte
verändern; und doch haben Sekten den Mut gehabt, dies zu versuchen. Gottes
Worte, in denen Er Seinen Willen offenbart hat, sind im Koran. Es gibt keine
weitere Quelle, die komplett Gott zugeschrieben werden kann. Mit den Tatsachen,
dass die Befehle Gott allein zustehen (12:40) und dass Er Seine Befehlsgewalt
mit niemandem teilt, haben wir den Koran als eine alleinige Quelle der
Islamischen Religion zu akzeptieren. Wenn wir die Sicht unterstützen, dass die
Bücher, die nicht von Gott kommen (wie z. B. die Hadith-Bücher oder die Bücher
des Islamischen „Katechismus“), auch als Religionsquelle genommen werden
können, so können wir es nicht vermeiden, mit der Häresie beschuldigt zu
werden. Die Autoren der Hadith-Bücher wie Bukhary, Muslim, Abu Dawud oder
die Sekten wie Hanafi, Schafi, Dschafari sollten nicht mit Gott gleichgestellt
werden.

41:33 Wessen Wort ist besser als desjenigen, der zu Gott ruft,
rechtschaffen ist und sagt: „Ich bin einer der Ergebenen“?

6:115 Und das Wort deines Herrn ist in Wahrheit und Gerechtigkeit
vollständig. Keiner vermag Seine Worte zu ändern, und Er ist der
Allhörende, der Allwissende.

Der Islam, Gottes Religion, wurde zu Lebenszeiten des Propheten vollendet. Der
Koran war niedergeschrieben und auswendig gelernt worden und wurde zur
Quelle der Islamischen Religion. Die Bücher, welche die Ahadith, die angeblichen
Aussprüche Mohammeds, sammelten, erschienen erst nach ein bis zwei
Jahrhunderten nach seinem Tod. Während im Koran ausdrücklich klargestellt
wurde, dass Gottes Worte von niemandem verändert werden können, haben die
Überlieferer aus irgendeinem Grund gemeint, dass der Koran nicht ausreiche, und
begannen, nach neuen Quellen zu suchen. Gemäß dieser Mentalität wurde die
Offenbarung durch die Idschtihads (kanonische Jurisprudenz) von Imam Schafi,
die Fatwas der Zwölf Imame und die Klarstellungen der Hanafi Imame
vervollständigt. Gemäß diesen Persönlichkeiten war die Religion ohne ihre
Beiträge nicht komplett. Darüber hinaus haben sich die Verfechter des
Traditionalismus nicht damit begnügt und wagten es die Kommentare des Koran
aufzuheben, indem sie durch Ahadith und ihre eigenen Interpretationen ersetzt
wurden (siehe Kapitel 25 und 26) und missachteten die Aussage des Verses, das
folgendes besagt: „Niemand kann Seine Worte verändern.“

Auf der Seite alrahmen.de findet Ihr das komplette Buch! Es ist sehr empfehlenswert!

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